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Schlechte Werbung durch die eigene Firmen-Homepage |
Das Problem einer schlechten Internet-Präsentation griff das Computer-Magazin c't im Jahre 2005 anhand einer dpa-Meldung auf.Auszug aus dem Artikel 'Anti-Werbung auf der Firmen-Homepage' (Angela Schiller, dpa) / (ola/c't) Internet und E-Mail sind für deutsche Unternehmen inzwischen so selbstverständlich wie das Telefon. Doch längst nicht alle Betriebe nutzen das weltweite Datennetz auch für ihr Marketing. Nach einer Untersuchung des Bundeswirtschaftsministeriums haben vor allem kleine Unternehmen noch Defizite.
Nicht jede Homepage erfüllt ihren Zweck, neue Kunden zu gewinnen. Das könne schnell nach hinten losgehen und zur "Anti-Werbung" werden, so Guido Zakrzewski vom Beratungs- und Informationszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr (BIEG) Hessen.
Das BIEG rät den Unternehmen, ihren Internet-Auftritt von Profis entwerfen zu lassen. Die Kosten zwischen 1500 und 4000 Euro machten sich schnell bezahlt. "Nichts ist schlimmer als eine amateurhaft gestaltete Homepage", warnt der Fachmann. Zu den schlimmsten Fehlern gehörten inhaltsleere Seiten, auf denen keine Angaben über Produkte, Dienstleistungen oder Preise zu finden sind. Als schlechtes Beispiel führt er den Web-Auftritt einiger Sparkassen an, bei denen die Öffnungszeiten von Filialen kaum zu finden sind, stattdessen aber eine Wetterauskunft.
"Der Besucher einer Website erwartet nützliche Informationen und kein Vorwort des Vorstandes", betont Zakrzewski. Die Startseite müsse klar gegliedert sein und einen schnellen Zugriff auf die gesuchten Informationen ermöglichen. Wichtig sei ebenfalls ein klarer Mehrwert für den Besucher - also etwa eine interaktive Kundenberatung, eine Hotline oder ein besonders schneller Lieferservice. "Der Kunde, aber auch der Konkurrent sind nur einen Klick weit entfernt", sagt der Fachmann.
Ein Unternehmen, das sich die Möglichkeiten des Internet konsequent erschlossen und einen Internetpreis des Deutschen Handwerks gewonnen hat, ist der Flötenbauer Mollenhauer aus Fulda. "Das Internet hat sich zum echten Umsatzbringer entwickelt", erklärt der technische Geschäftsführer Jo Kunath. Seit dem Internetpreis seien die Umsätze um etwa 30 Prozent gestiegen, als einziger deutscher Instrumentenbauer wachse Mollenhauer noch. Das Unternehmen investiert einen sechsstelligen Betrag pro Jahr in den Web-Auftritt. Trotz der hohen Kosten sieht Kunath die professionelle Homepage als richtigen Weg: "Wir erreichen so viele Kunden, wie wir niemals über Postsendungen oder Werbung in Zeitschriften erreichen könnten."
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